Titelfoto: Activimages/Trimax Magazine
– english version below –
Embrunman – Le Mythe. Das wohl anspruchsvollste Rennen, das ich je bestritten habe. Und in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere Veranstaltung. Der Embrunman ist geprägt von einer atemberaubenden Kulisse der Grandes Alpes, nicht enden wollenden Anstiegen und südfranzösischer Sonne. 3,8 Kilometer schwimmen im See, 186 km mit über 4000 Höhenmetern auf dem Rad und 42,2 km Laufen mit weit über 400 Höhenmetern. Als ich das erste Mal von diesem Triathlon gehört hatte, gingen mir zwei Gedanken durch den Kopf: „das ist ein verdammt hartes und langes Rennen“ und „diese Herausforderung will ich annehmen!“. Also meldete ich mich an.
Ehrlicherweise ist mein Wettkampfkalender in diesem Jahr ziemlich voll. Challenge Sir Bani Yas Abu Dhabi, Ironman Lanzarote, Powerman Alsdorf, Challenge Roth, Frankfurt City Triathlon, Embrunman, Powerman Zofingen, Ironman Hawaii. Fünf Langdistanzen. Das ist eine Menge. Zu viel? Vielleicht. Aber ich bin jetzt fit, ich habe jetzt Zeit, ich habe jetzt die Motivation. „Warum warten?“, dachte ich mir. Carpe diem.

Angekommen in Embrun war ich direkt begeistert von der schönen Landschaft und genoss ein paar freie Tage Urlaub, bevor es losging. Ich merkte aber auch, dass ich etwas angespannt war, da ich in den Vorbereitungen auf den Embrunman schnell merkte, dass dieses Event in vielerlei Hinsicht etwas anders werden würde, als ich es gewohnt war.
Das ging schon mit den Infos rund um das Rennen los, die zwar auf Französisch und Englisch veröffentlicht wurden, aber teilweise missverständlich waren. Zum Beispiel las ich in den Infos, dass man vor dem Rennen zwei kleine 500ml Radflaschen bekäme und man während der Radstrecke ausschließlich im Tausch gegen eine dieser Flaschen eine neue bekommen würde. Und dass man sich sonst auch seine eigenen Flaschen selbst auffüllen könnte an den Verpflegungsstationen. Wie sollte dieser Flaschentausch ablaufen? Und ich wollte wirklich vermeiden, während des Radfahrens anzuhalten, um meine Flaschen aufzufüllen. Das ist doch absurd! Außerdem befürchtete ich, dass mir die kleinen Flaschen bei über 30°C schlicht auch zu wenig Wasser sein würden.
Die Unsicherheiten gingen weiter: in den Infos stand außerdem, dass man beim Laufen seinen eigenen Becher mitnehmen sollte, den man dann an den Verpflegungsstellen selbst füllen sollte. Ich hoffte, dass die Übersetzung der Renninformationen einfach falsch wäre; ich konnte mir kaum vorstellen, dass die Verpflegung wirklich so gehandhabt werden würde. Also schaute ich auf YouTube Videos vom Rennen und suchte nach Passagen, in denen man vielleicht die Verpflegungszonen sehen könnte, ob das alles wirklich so gehandhabt wird.
Doch als ich mir die Videos aus vergangenen Jahren ansah, offenbarte sich mir statt Klarheit eher eine neue Unsicherheit, die mir bis zuletzt etwas Bauchschmerzen bereitete: ich sah Videos vom Schwimmen im Stockdunkeln. Der Startschuss würde um 05:50 Uhr sein, der Sonnenaufgang um 06:37 Uhr. Würde ich zurecht kommen, im Dunklen im See zu schwimmen? Werde ich die Strecke und die Bojen sehen? Dann sah ich Videoausschnitte von der Wechselzone. Es gab dort keine klassischen Radständer, bei denen man entweder sein Rad wie immer am Sattel einhängt oder Halterungen, in denen das Laufrad eingeklemmt wird. Stattdessen gab es normale Bauzäune. Es ist vorgesehen, dass man sein Rad um 90° dreht und kopfüber irgendwie dort einhängt. Absurd… Aber das alles war in den Tagen vor dem Rennen der erste Vorgeschmack darauf, dass dieser Wettkampf „anders“ und ganz besonders ist.
Freitagmorgen am Renntag, 05:30 Uhr, ausgestattet mit Stirnlampe, um die letzten Vorbereitungen am Rad vorzunehmen. Dann zog ich meinen Neoprenanzug an und machte letzte kleine Aufwärmübungen, Schultern kreiseln, Schwimmbewegungen im Trockenen. Und obwohl ich wusste, dass ein sehr langer, anstrengender Tag auf mich zukommen würde und trotz aller Unsicherheiten im Vorhinein: ich freute mich auf den Tag. Dafür hatte ich trainiert, mich intensiv vorbereitet, und nun ging es endlich los.

Als der Startschuss fiel, rannten wir über die groben Kieselsteine ins Wasser und schwammen los. Dass es dunkel war, machte mir dann wider Erwarten doch nichts aus. Obwohl die Bojen beleuchtet waren, sah ich sie leider nicht gut und musste erahnen, in welche Richtung die Strecke führt. Ich hatte aber andere Athletinnen um mich herum und im Pulk ging es in die richtige Richtung. Nach 15 Minuten schwimmen kam das erste Licht der Morgendämmerung und nach und nach wurde es heller. Als wir auf die zweite Runde abbogen, konnte man dann auch alles schon gut sehen und als ich nach rund 1:01 Stunden die 3,8 km hinter mich gebracht hatte, war die Sonne aufgegangen und es war hell.
Ich wusste meine Schwimmzeit zwar nicht, hatte aber ein gutes Gefühl. Ich rannte durch die Wechselzone; Neoprenanzug aus, Badekappe und Brille ab, Socken an, Helm und Sonnenbrille auf, Verpflegung einstecken, Rad schnappen und los geht’s. Genauer: los geht’s mit Klettern. Denn die Radstrecke ging direkt ab Kilometer Null den ersten Anstieg hoch. Nach den ersten 7 Kilometern waren wir schon 450 Höhenmeter gefahren. Es machte richtig Spaß, die Temperatur war (noch) angenehm und die Aussicht schön – sofern man Augen dafür hatte, denn man musste sich auch konzentrieren. Die erste Abfahrt ist mir aber noch besonders vor Augen. Die tief stehende Sonne und das goldene Morgenlicht in den französischen Alpen war einfach ein traumhaft schönes Bild, das mir Gänsehaut bescherte.

Das Rennen ging seinen Lauf, Kilometer für Kilometer, Höhenmeter für Höhenmeter. Der höchste und längste Anstieg war zum Col d‘Izoard, die Passhöhe liegt auf ca. 2350 Metern, nachdem man bereits knapp 100 km hinter sich gebracht hat. Solche Pässe zu fahren mache ich wirklich gerne und in den letzten Jahren bin ich im Urlaub in den Schweizer Alpen oder auf Mallorca schon unzählige Pässe gefahren – sowohl mit dem Rennrad als auch mit dem TT. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, dass ich beim Embrunman an die Grenze meiner Übersetzung auf dem TT kommen würde: viele Teile des Col d‘Izoards bin ich im kleinsten Gang gefahren. Kurz vor der Passhöhe merkte ich, dass die Beine müde wurden und ich freute mich auf die Abfahrt als kleine Pause für die Beine. Oben am Pass hielt ich für wenige Sekunden an, um mir neue Wasserflaschen geben zu lassen und fuhr direkt weiter. Nach den ersten paar Serpentinen kam es dann aber zu einer brenzligen Situation, als mein Hinterrad wegrutschte und ich mich schon fast hab stürzen sehen. Das rüttelte mich wach! Volle Konzentration!! Den Rest des Passes bin ich dann eher vorsichtiger heruntergefahren. Ein Sturz ist das alles nicht wert.
Nachdem ich 2500 Höhenmeter hinter mir hatte, dachte ich an die Ironman Rennen in Nizza und Lanzarote: das waren nämlich die Höhenmeter, die ich dort gefahren war. Aber heute kamen nochmal 1500 dazu. Und das war nicht nur vom Höhenprofil ein Auf und Ab, sondern auch mental. Natürlich läuft bei so einem langen Rennen nicht alles optimal. Es gibt viele Höhepunkte! Es war grandios, an den Zuschauern vorbeizufahren, die laut anfeuerten. Immer wieder wurde mir zugerufen: la quatrième femme – die vierte Frau! Das hat richtig gute Stimmung gemacht! Aber es gibt auch Phasen, in denen man sich wünscht, es wäre schon vorbei. Eine der bekannten Stellen bei ca. Kilometer 140 des Rennens ist „le mur“, also die Mauer. Da geht es nämlich nochmal richtig steil dem Berg hoch. Und was zuerst aussieht wie eine kurze Rampe, über die man schnell rüberdrücken kann, enttarnt sich dann als 7-8 Minuten-Anstieg, der es nochmal richtig in sich hat und wo ich noch einmal beißen musste, dafür aber nochmal gute Watt drücken konnte. Eine andere Stelle, die viele bricht, ist kurz vor Schluss: bei Kilometer 172, man ist schon wieder in Embrun, kurz vor dem Ziel, da geht es noch einmal den letzten Berg hoch, der auch nochmal 350 Höhenmeter hat. Dieser Anstieg war es, bei dem ich auf die dort Drittplatzierte Jeanne aufgefahren war und der vielleicht eine Schlüsselstelle war. Ich versuchte, meine Ziel-Power zu drücken und fuhr an ihr vorbei. Ein paar Minuten blieb sie noch in meiner Nähe aber irgendwann war sie außer Sichtweite. Ich war nun also an Position drei, kurz bevor es zum Marathon ging. Aber diese Position war alles andere als sicher. Denn eine ziemlich ähnliche Situation hatte ich mit Jeanne schon in Lanzarote, als sie zwei Minuten vor mir in den Lauf gestartet war und wir am Ende gerade einmal mit 40 Sekunden Abstand zueinander ins Ziel einliefen. Würde es heute wieder ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen uns werden?
Die letzte Abfahrt hatte es nochmal richtig in sich. Enge, steile Serpentinen in Kombination mit schlechtem Asphalt. Ich konzentrierte mich, um keinen Fehler zu machen, merkte aber schon eine gewisse Erschöpfung. Und ich hatte das Gefühl, dass durch ein zu vorsichtiges (langsameres) Abfahren den Abstand auf Jeanne schmelzen würde.

Nach 6:18 Stunden waren die 186 km geschafft. Fast 30 km/h im Schnitt trotz des anspruchsvollen Höhenprofils hätte ich nicht erwartet. Ich hatte eher mit mindestens 15 min mehr gerechnet.
Ich schlüpfte in die Laufschuhe und lief los. Die Hitze brannte. Meine Beine waren wackelig. Der Schotterboden ungewohnt. Aber die Zuschauer am Rand sorgten für super Stimmung, und Freunde und Familie feuerten kräftig an. Das freute mich so sehr. Nach den ersten drei, vier Minuten hatte ich mich auch soweit wieder ans Laufen gewöhnt und fühlte mich wohl. Ich lief nicht nach Pace, sondern nach Gefühl, aber fühlte mich bereit für den Marathon. Aber mir war auch bewusst, dass da noch einiges an Arbeit auf mich zukommt und auf 42 km kann viel passieren. Ich war zwar auf Position drei und kämpfte ums Podium, aber das Rennen ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

Wir mussten drei Runden à 14 Kilometer laufen und pro Runde ging es steil den Berg in Richtung Stadt hoch. Ganz schön steil. Und von Runde zu Runde wurde es steiler. Ich hatte meine Softflask in der Hand, da ich damit gerechnet hatte, selbst meine Flasche auffüllen zu müssen. Tatsächlich war es dann aber so, dass einem zumindest auf der ersten Runde auch noch Becher angereicht wurden. Ich wusste, dass oben in der Stadt ein Brunnen mit Wasserhähnen ist, der als Wasserstation während des Rennens dient. Dort hielt ich jede Runde kurz an, um meine Flasche zu füllen und um dann meinen Kopf und Oberkörper unter das kalte Quellwasser zu halten. Das tat wirklich gut. Aber als ich mich das erste Mal runter zum Hahn bückte, merkte ich erst, wie sehr mein Rücken weh tat (er sollte auch noch Tage nach dem Rennen weh tun…) Aber immerhin hatte ich eine Abkühlung, die ich in der Mittagshitze dringend brauchte.
Die erste Runde war super, alles lief nach Plan: ich machte Zeit gut nach hinten auf Platz 4, konnte mich gut verpflegen und lief gut. Die zweite Runde zog ich es weiter durch, auf und ab, Schotter, Kiesel, Asphalt, Kilometer für Kilometer, Stopp am Brunnen, Stopp an den Verpflegungsstellen. 28 Kilometer waren geschafft, zwei von drei Runden lagen hinter mir. Ich bog ab auf die letzte Runde. Ermüdung machte sich in meinem Körper breit. Aber das Ziel war in Sicht: noch gut eine Stunde laufen, das sollte doch wohl noch gehen. Ich wusste nur nicht, ob es in diesem Tempo gehen würde. Aber ich hatte mittlerweile 10 Minuten Abstand auf Platz 4 und Platz 2 war nicht mehr erreichbar, ich hatte also in beide Richtungen eine gute Lücke, die es mir erlaubte, das Tempo etwas zu reduzieren. Und trotzdem waren die letzten 5 Kilometer zäh. Die Hitze machte mir zu schaffen und ich konnte es kaum erwarten, über die Ziellinie zu laufen.

Nach 42 km kam endlich der blaue Teppich und das Ziel. Ich war glücklich und stolz. Und ich war unendlich erschöpft. Was für ein Rennen! 10:48 Stunden Abenteuer. Der Embrunman war wirklich etwas ganz besonderes. Ich kann nicht nur stolz auf meinen dritten Platz zurückblicken, sondern habe auch viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und eine wunderschöne Region gesehen.
Schwimmen | Radfahren | Laufen | Gesamt | |
🥇 Alanis Siffert 🇨🇭 | 50:37 | 6:18:08 | 3:16:56 | 10:28:19 |
🥈 Nina Derron 🇨🇭 | 54:33 | 6:20:29 | 3:14:41 | 10:32:40 |
🥉 Merle Brunnée 🇩🇪 | 1:01:28 | 6:18:41 | 3:24:22 | 10:48:36 |

– english version –
Embrunman – Le Mythe
The toughest race I’ve ever done. And in many ways, a truly special event. Embrunman is shaped by the breathtaking scenery of the Grandes Alpes, endless climbs, and the southern French sun. 3.8 kilometers of swimming in the lake, 186 km on the bike with over 4,000 meters of elevation, and a 42.2 km run with well over 400 meters of climbing. When I first heard about this triathlon, two thoughts crossed my mind: “this is one hell of a tough and long race” and “I want to take on this challenge!” So, I signed up.
To be fair, my race calendar this year was already quite full. Challenge Sir Bani Yas Abu Dhabi, Ironman Lanzarote, Powerman Alsdorf, Challenge Roth, Frankfurt City Triathlon, Embrunman, Powerman Zofingen, Ironman Hawaii. Five full-distance races. That’s a lot. Too much? Maybe. But right now, I’m fit, I have the time, and I have the motivation. Why wait? I thought. Carpe diem.
Arriving in Embrun, I was immediately impressed by the beautiful landscape and enjoyed a few days of vacation before the race. But I also noticed that I felt a bit tense, because in preparing for Embrunman I quickly realized that this event would be different in many ways from what I was used to.
It already started with the race information, which was published in French and English but was at times confusing. For example, I read that before the race you would get two small 500 ml bottles for your bike, and that on the bike course you could only get a new one in exchange for one of those bottles. Otherwise, you could refill your own bottles at the aid stations. How was this bottle exchange supposed to work? And did I really want to avoid having to stop to refill bottles during the bike? That’s absurd! I worried that those tiny bottles would simply not be enough in over 30°C heat.
The uncertainties continued: the information also stated that on the run you should bring your own cup, which you would then have to fill yourself at the aid stations. I hoped this was just a bad translation of the race rules; I could hardly imagine that the aid would really be handled that way. So I looked up YouTube videos of the race, searching for any footage of aid stations to find out how it really worked.
But instead of clarity, watching past race videos gave me new worries that made me uneasy until the very end: I saw videos of the swim in complete darkness. The start would be at 5:50 a.m., sunrise at 6:37 a.m. Would I manage to swim in the dark? Would I see the course and the buoys? Then I saw clips of the transition area. No classic bike racks. Instead, just construction fences. The idea was to turn your bike 90° and hang it upside down. It was my first taste that this race was truly “different.”
Friday morning, race day, 5:30 a.m. Equipped with a headlamp, I made the last preparations on my bike. Then I pulled on my wetsuit and did some last warm-up exercises. Even though I knew a very long, exhausting day was ahead of me, and despite all the uncertainties beforehand, I was excited.
When the start gun went off, we ran barefoot over rough pebbles into the water and started swimming. Surprisingly, the darkness didn’t bother me at all. Even though the buoys were lit, I could hardly see them and had to guess the direction. But I had other athletes around me, and swimming in the pack kept me going the right way. After 15 minutes the first light of dawn appeared, and by the time I finished the 3.8 km swim in about 1:01 hours, the sun was up and it was daylight.
I didn’t know my swim time yet, but I felt good. Through transition: wetsuit off, cap and goggles off, socks on, helmet and sunglasses on, nutrition in the pockets, grab the bike, and off we go. Or rather: off we go climbing. Because the bike course started climbing right from kilometer zero. After the first 7 kilometers, we had already gained 450 meters. It was fun – the temperature was still pleasant, the scenery stunning, and the first descent gave me goosebumps.
The race went on, kilometer by kilometer, climb by climb. The highest and longest ascent was to the Col d’Izoard, with its summit at about 2,350 meters, after nearly 100 km. I love riding such passes, but I didn’t expect to hit the limit of my gearing on the TT at Embrunman. Many parts of the Izoard I rode in my smallest gear. Just before the summit, my legs were tired and I looked forward to the descent as a short break. At the top I grabbed bottles and rode on immediately. But after the first switchbacks, my rear wheel slipped, and I almost crashed. That shook me awake! Full concentration.
After 2,500 meters of climbing, I thought of Ironman Nice and Lanzarote – those courses had about that much total elevation. But here in Embrun, I still had another 1,500 to go. And it wasn’t just physical, but mental too. There were many highlights – the spectators shouting la quatrième femme! – the fourth woman! That created an incredible atmosphere. But there were also moments where I just wanted it to be over. At kilometer 140, le mur – the wall – was brutal: a 7–8 minute grind. And at kilometer 172, back in Embrun, there was still a final 350-meter climb. There I caught Jeanne, who was third at the time, and passed her. She held on briefly, then dropped back. I was now in third heading into the marathon. But my position was anything but secure.
The final descent was brutal: narrow, steep switchbacks and rough asphalt. I was tired, my concentration fading, and I felt like riding too cautiously might allow Jeanne to close the gap. It was a dangerous stretch.
After 6:18 hours, the 186 km were done. Almost 30 km/h average despite the demanding profile – I wouldn’t have expected that. It was faster than I thought possible.
I slipped into my running shoes and set off. The heat was burning, my legs shaky, the gravel surface unusual. But the crowds created an amazing atmosphere, and my friends and family cheered loudly. That lifted me. After a few minutes, I had adapted to running again and felt comfortable. I wasn’t running by pace, just by feel, but I felt ready. Still, 42 km is a long way, and anything can happen.
We had to run three laps of 14 kilometers each, every lap climbing steeply into the town. And each lap it felt steeper. I carried my soft flask, expecting to have to refill it myself. In town, a fountain with taps served as a water station. Every lap I stopped there to refill and pour the cold spring water over myself. It felt amazing, though bending down made me realize how much my back hurt. Cooling off was essential.
The first lap went great: I gained time on 4th, fueled well, and ran solidly. The second lap, I stayed steady: up and down, gravel, stones, asphalt, kilometer after kilometer. After 28 km, two laps were done. I turned into the final lap. Fatigue was setting in, but the finish was near – about an hour more of running. I had a 10-minute gap on 4th, and 2nd was out of reach, so I slowed a little. Still, the last 5 km were tough. The heat was brutal, and the finish couldn’t come soon enough.
After 42 km, finally the blue carpet and the finish. I was happy and proud. And utterly exhausted. What a race! 10:48 hours of adventure. Embrunman was truly something special. I can proudly look back on my third place – and unforgettable memories.